Wir haben es Satt!

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 „Wir haben es satt“ - so lautet das Motto der bundesweiten Demonstration.
Zu einer regionalen Demonstration mit  "Zuhause gebliebenen" fanden sich viele, um für eine zukunftsfähige Landwirtschaft auf die Strasse zu gehen  in Tübingen ein.  In Berlin fand, wie auch in den vergangen Jahren anläßlich der Agrarmesse 'Internationale Grüne Woche',  die  große Demonstration für eine ökologischere und bäuerlichere Landwirtschaft statt. Die bäuerliche Landwirtschaft und das regionale Lebensmittelhandwerk sind in Gefahr. Immer mehr kleine Bauernhöfe  geben Ihr Handwerk auf, denn Agrarkonzerne und die Bundesregierung treiben die Industrialisierung der Land- und Lebensmittelwirtschaft voran. Die Landwirte erarbeiten noch über 60 % Ihres Einkommens, während große Agrarbetriebe weitestgehendst von Fördermittel leben können.  Die Folgen: Das weltweite Höfesterben schreitet rasant voran, die handwerkliche Lebensmittelherstellung wird verdrängt, hunderte Millionen Menschen leiden weltweit an Hunger oder Mangelernährung. Durch die VErwendung von Pestiziden schwindet die Artenvielfalt schwindet. Weiterhin verschäft sich die Klimakrise auch durch die nicht angepassten umweltschädlichen  Produktionsmethoden. Essen ist politisch. Und die Politik entscheidet, welche Rahmenbedingungen gelten: Weiterhin Steuermilliarden für Agrar- und Chemieindustrie, Großgrundbesitz und Tierfabriken?  Oder sollen die regionale Landwirtschaft und das Lebensmittelhandwerk sowie Tier- und Umweltschutz gefördert werden?
Ein breites Bündnis von Organisationen aus den Bereichen  Umweltschutz, Sozialem Engangement und  Kirche hatte  zu dieser Demonstration aufgerufen  und  von den Entscheidungsträgern aus Politik,  Wirtschaft und Landwirtschaft  eine andere Landwirtschaftspolitik gefordert.Anstatt dem Einsatz von Gentechnik, Chemikalien und Massentierhaltung forderten die zahlreichen beteiligten Gruppen eine Förderung nachhaltiger, bäuerlicher Strukturen, freies Saatgut, faire Preise für Erzeuger und gesundes Essen für Verbraucher.
Die regionale Demo für eine zukunftsfähige Landwirtschaft findet nun bereits zum dritten Mal in Kooperation mit der „Wir haben es satt!“-Demo in Berlin statt. Im Januar 2018 wurde sie erstmalig in Tübingen vor allem vom BUND (Regionalverband Neckar-Alb), dem Global Marshall Plan Tübingen und der Fachgruppe Regenerative Landwirtschaft organisiert.
Wie auch in Berlin forderte in Tübingen viele Besucher der Kundgebung die Bundesregierung und auch die industirell geführte Landwirtschaft auch die Agrarwende anzupacken um das Klima und die Umwelt zu  schützen! Für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung, für insektenfreundliche Landschaften und globale Solidarität. Weg von einer industriellen Landwirtschaft.

Weiterführende Links

Bericht der Demo in Berlin
emnid - Umfrage Fleischkonsum und Tierwohl-Abgabe
bewusst-essen
Weniger Pestizide, mehr Bienen