Wieder bei McDonald's

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Am Freitag Abend protestierten wir zum zweiten Mal vor der Münsinger McDonald’s Filiale gegen den Einsatz von Genfutter und Massentierhaltung bei der Geflügelproduktion des Fast Food Riesen. Wir präsentierten die Greenpeace Plakate vorbeifahrenden Autos und wartenden Kunden in der Autoschlange bei McDrive. Ermunterung in Form von hochgehobenen Daumen gabs von einigen vorbei fahrenden Autofahrern.

Der Hintergrund der laufenden Aktion ist wie schon im März, dass McDonald’s Deutschland im vergangenen Jahr bei der Geflügelproduktion auf die Fütterung mit genveränderten Futtermitteln umgestiegen ist. Nach Greenpeace Protesten hatte das Unternehmen zuvor seit 2001 auf gentechnisch veränderte Pflanzen bei der Herstellung von Chicken McNuggets und Chickenburger verzichtet und tut dies auch weiterhin in einigen europäischen Nachbarländern, zum Beispiel der Schweiz, Österreich oder Frankreich. McDonald’s Deutschland handelt damit gegen den Willen der Verbraucher, wie eine jüngst von Greenpeace in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage ergab. Doch die Kunden erfahren nichts über die versteckten Zutaten, da die Futtermittel auf den Produkten nicht deklariert werden.

Agrarwüsten in Südamerika

Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen, die immun gegen Schädlingsbekämpfungsmittel gemacht werden, führt in den Erzeugerländern zum massiven Einsatz von Pestiziden und Herbiziden, die alles außer den gentechnisch veränderten Pflanzen vergiften und abtöten. In den riesigen Gebieten Brasiliens, in denen genveränderte Soja unter massivem Einsatz von Chemikalien angebaut wird, entstehen so Agrarwüsten, in denen nichts anderes mehr wächst als die genveränderten Pflanzen, die dann nach Europa als Futtermittel exportiert werden. Neuerdings wieder in die Schlagzeilen gekommen ist Glyphosat, das der Konzern Monsanto  als „Round Up“ zusammen mit gentechnisch veränderter Soja im Paket verkauft. Neue Studien belegen, dass die Substanz krebserregend für Menschen ist. Deshalb ist es wichtig, dass große Unternehmen wie McDonald’s Deutschland keine genveränderten Pflanzen als Futtermittel einsetzen. Die Nachfrage bei uns könnte die ökologischen Bedingungen in Südamerika deutlich verbessern. Letztlich geht’s um ein paar Cent pro Burger. Wir fordern McDonald’s Deutschland deshalb auf: Stopp Genfutter! und Stopp Massentierhaltung!

Weiterführende Links

Greenpeace Deutschland zu Aktionen vor McDonald's Filialen in den letzten Monaten
Was die Verbraucher wollen - Ergebnis einer Forsa Studie
Ratgeber: Essen ohne Gentechnik
Mitmachen: Unterschrift gegen Gen-Burger