Stinkefinger für McDonald's

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Aktion vor Münsinger Filiale

Am 28.03.2015 entschieden sich Aktivisten aus unserer Gruppe für einen Spontanprotest gegen Billigfleisch bei McDonald’s. Wir pakatierten die Fenster und die Einfahrt zu McDrive der Münsinger Filiale mit Postern, auf denen eine Hühnerkralle als Stinkefinger und die Forderungen „Stoppt genmanipuliertes Futter“ und „Stoppt Massentierhaltung“ abgebildet waren. Außerdem sprühten wir vor der Filiale mit Sprühkreide "Billighuhn mit Gen Futter" auf den Boden. Grund für den Protest war eine aktuelle Forsa Umfrage im Auftrag von Greenpeace Deutschland, die zeigt, dass Verbraucher kein billiges, mit Gentechnik und Antibiotika produziertes Hähnchenfleisch wollen. Wir hoffen, dass unsere Aktion die Fast Food Kette endlich zum Einlenken bringt. Die Verbraucher würden es jedenfalls danken.

Neue Umfrage belegt: Verbraucher wollen das nicht

Forsa befragte vom 20. bis 24. März in einer repräsentativen Umfrage Bundesbürger nach deren Wünschen. Auf die Frage: „Wie wichtig ist es Ihnen, dass gar keine Gentechnik in der Geflügelmast zum Einsatz kommt?“ antworteten 86 Prozent der Befragten mit „wichtig“ beziehungsweise „sehr wichtig“. Doch McDonald’s Deutschland ignoriert nach wie vor den Wunsch der Verbraucher, obwohl der Konzern in anderen Ländern wie zum Beispiel in Frankreich beweist, dass es auch ohne Gentechnik geht. Dort verzichtet der Konzern nämlich auf den Einsatz von gentechnisch veränderten Futtermitteln.

Gentechnik im Futtertrog

In Deutschland beliefert der zweitgrößte Geflügelproduzent Rothkötter McDonald‘s mit Hähnchenfleisch. Aktuelles Fotomaterial aus den Ställen belegt die miserable Haltung der Tiere. Greenpeace konnte außerdem in fünf Proben des Hähnchenfutters bis zu 100 Prozent Gentechnik nachweisen. McDonald‘s behauptet, Gentechnik in der Produktion sei „gängige Praxis am Markt“. Dabei haben Rewe, Edeka, Aldi und Lidl Gen-Soja in der Hähnchenmast mittlerweile aufgegeben. Der größte Geflügelproduzent Wiesenhof hat ebenfalls die Gentechnik aus dem Futtertrog verbannt. 

Die Produktion von Billigfleisch wirft nicht nur ethische Fragen nach dem richtigen Umgang mit Tieren auf, sondern hat auch gefährliche Folgen für Mensch und Umwelt. Dazu gehört die Zunahme multiresistenter Keime auf Hähnchenfleisch durch den hohen Einsatz von Antibiotika in den Ställen. Böden und Wasser werden durch Nitrat aus Mist und Gülle verschmutzt. Der Anbau gentechnisch veränderter Futtermittelpflanzen führt zudem zu einem hohen Einsatz von Agrarchemikalien. Die Folgeschäden der skrupellosen Billigfleischproduktion müssen wir alle tragen – auch Verbraucher, die McDonald’s meiden.

Greenpeace fordert von McDonald‘s, den Einsatz von Gentechnik in der Produktion von Fleisch, Eiern und Milch aufzugeben. Das Unternehmen muss artgerechte Tierhaltung und sinkenden Einsatz von Antibiotika in die Unternehmensleitlinie aufnehmen.

 

Weiterführende Links

Greenpeace Deutschland zu Billigfleisch bei McDonald's
Forsa Studie im Auftrag von Greenpeace Deutschland
Bitte Mitmachen - Unterschriftenliste gegen McDonald's