La Buena Vida - Das gute Leben

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"Es gibt kein richtiges Leben im falschen." (T.W. Adorno)

Sie hatten ein gutes Leben - die indigene Gemeinschaft der Wayúu im nordkolumbianischen Dorf Tamaquito - doch ihr Dorf stand dem Kohletagebau El Cerrejón im Weg. Die Dorfgemeinschaft steht geschlossen zusammen, doch es ist ein Kampf David gegen Goliath. Der Film zeigt auf eindrückliche Weise, wie der globalisierte Kapitalismus das Leben dieser Menschen fatal verändert.

Die Steinkohle, die in El Cerrejón gefördert wird, landet zu einem großen Teil in deutschen Kohlekraftwerken. So ist unser unersättlicher Hunger nach fossilen Brennstoffen zur Energiegewinnung direkte Ursache für die Vertreibung von Menschen aus ihrer Heimat. Dies geschieht in Kolumbien, weit weg von uns. Es geschieht aber auch in Deutschland, wo ganze Dörfer Braunkohletagebauen weichen mussten, und, wenn es nach den Plänen der Energie-Konzerne geht, auch in Zukunft weichen müssen.

Der Film ist seit dem 14. Mai in den Kinos zu sehen, lief auf der diesjährigen Berlinale und wurde mit dem Prädikat besonders wertvoll ausgezeichnet.

Weiterführende Links

Offizielle Webseite des Films
Rezension und weitere Hintergrundinformationen zu Zwangsumsiedlungen in Kolumbien
Wo liegt die Mine El Cerrejón?
Die Wayúu verdursten - Bericht im Guardian vom Juni 2015
Coalmap Europa - umfassende Informationen zu verschiedenen Aspekten der Kohleverstromung im europäischen Vergleich
Klimakiller Kohle - Greenpeace Deutschland zu Kohleverstromung
Dokumentation umgesiedelter Dörfer in Folge von Tagebau Garzweiler (NRW)
Virtueller Rundgang durch Braunkohletagebaue in der Lausitz