Für den Kohleausstieg

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Am Samstag, den 30. Mai ging Greenpeace Münsingen in Metzingen auf die Straße um gegen dreckige und giftige Kohleverstromung zu protestieren beteiligte sich an einer deutschlandweiten Aktion, die in über 60 Städten statt fand. Wir  forderten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), ihren internationalen Versprechungen für mehr Klimaschutz endlich national Taten folgen zu lassen und einen schrittweisen Ausstieg aus der Kohlekraft anzukündigen. Dazu zogen wir mit einem qualmenden Miniaturnachbau eines Kohlekraftwerks durch die Metzinger Fußgängerzone, um auf das Thema Kohlekraft als Klimakiller und Giftschleuder hinzuweisen. Danach klärten wir an einem Infostand über Gefahren durch Kohleverstromung für Klima und Mensch auf und sammelten Unterschriften für konsequenten Klimaschutz und 100% erneuerbare Energien bis 2050.

Klima oder Kohlekanzlerin?

Auf einem Banner fragten wir Angela Merkel vor dem G7 Gipfel in Elmau: „Klima- oder Kohlekanzlerin?“ Denn: Die Kanzlerin setzt auf der internationalen Bühne Klimaschutz ganz oben auf die Agenda. Wenn es jedoch um Entscheidungen im eigenen Land geht, sieht sie stillschweigend zu, wie die Kohlelobby den Klimaschutz sabotiert. 



Deutschland wird sein Klimaziel im Jahr 2020 nur erreichen können, wenn die Kohleverstromung deutlich reduziert wird. Doch um die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) vorgeschlagene Klimaabgabe auf alte Kohlekraftwerke ist Streit entbrannt. Kohlekonzerne, Gewerkschaften und der Wirtschaftsflügel der CDU blockieren die notwendige Drosselung der Klimakiller. Unter dem massiven Druck scheint sich Gabriel nun der Kohlelobby zu beugen. Sein neuer Vorschlag: Der Kraftwerksbereich soll nur noch 16 Millionen Tonnen CO2 einsparen statt der ursprünglich vorgesehen 22 Millionen Tonnen. So verfehlt die Bundesregierung ihr Klimaziel und blamiert sich beim kommenden G7-Gipfel im bayerischen Elmau. Anfang Juni beraten dort die sieben größten Industriestaaten über Klimaschutz. Das Ergebnis gilt als wichtiges Signal für den Weltklimagipfel Ende 2015 in Paris.

G7 Gipfel in Elmau - ein Entscheidungsgipfel für konsequenten Klimaschutz?

Um das 2° Ziel zu erreichen, sind jetzt wegweisende Entscheidungen hin zu 100% Erneuerbaren bis 2050 nötig. 2015 muss zum Entscheidungsjahr werden. Deshalb stiegen wir abends noch auf den Wackerstein auf der Reutlinger Alb und hissten dort zwei Banner. 

Weiterführende Links

Mitmachen! Unterschrift für den Ausstieg aus der Kohleverstromung
Factsheet zum G7 Gipfel von Greenpeace Deutschland
Energiewende mit Plan
Quecksilberemmissionen aus Kohlekraftwerken
Studie des Umweltbundesamtes zur Machbarkeit von 100% Erneuerbaren bis 2050
Jetzt aus Kohlestrom und Atomenergie aussteigen - Wechseln zu einem Ökostrom Anbieter