Beachparty für den Klimaschutz

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Am Freitag, den 6. November und am Samstag, den 7. November veranstaltet Greenpeace Münsingen gemeinsam mit derTübingener Greenpeace Gruppe zwei Aktionen zum Klimaschutz, die erste am Freitag Nachmittag zwischen 14 und 17 Uhr auf dem Tübinger Holzmarkt und die zweite am Samstag Vormittag zwischen 10 und 12 Uhr auf dem Reutlinger Albtorplatz. Die beiden Gruppen werden bei den beiden Veranstaltungen durch Rien Achterberg unterstützt, der seit über vierzig Jahren als Greenpeace Aktivist tätig ist und bereits Besatzungsmitglied auf der Rainbow Warrior I war. Der Anlass für die zwei Veranstaltungen ist die ab Ende November stattfindende Klimakonferenz in Paris. Bei den Aktionen wird an drei Stationen in Form von Liegestühlen und Sonnenschirmen illustriert, was den Klimawandel verursacht, was die heute bereits spürbaren und kommenden Auswirkungen des Klimawandels sind, und, was gegen den Klimawandel getan werden kann, so dass wir unter dem 2° Ziel bleiben können. Dabei wird es darum gehen, gemeinsam mit Passanten und Interessenten Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Mit dabei wird auch ein Eisbär sein, denn für seine arktische Heimat geht es beim Thema Klimawandel schlichtweg um die pure Existenz. 

Wenn Klimaschutzmaßnahmen nicht bald auf allen Ebenen umgesetzt werden, wird es keinen Planeten mehr geben, den wir unseren Kindern guten Gewissens übergeben können. Bereits jetzt gibt es Menschen, die keine Zukunft mehr haben, weil der Klimawandel ihre Lebensgrundlagen zerstört hat. Die Ironie der Geschichte ist, dass diese Menschen, wie beispielsweise indigene Jäger auf Grönland oder Inselbewohner im Pazifik, überhaupt nicht zu den Entwicklungen beigetragen haben, unter denen sie nun am Allerheftigsten zu leiden haben. Bei ihren Aktionen werden die Greenpeace Gruppen solche konkreten Klimaschicksale den Passanten nahe bringen. 

Klimaschutz fängt im Kleinen an

Besonders wichtig ist den Gruppen das Thema Klimagerechtigkeit und hier setzen sie beim ganz persönlichen ökologischen Fußabdrucks eines jeden an. Damit Deutschland auf nationaler Ebene seinen Treibhausgas Ausstoß auf ein gerechtes Maß reduzieren kann, muss der Energiesektor weiter revolutioniert werden und die Energiewende vorangetrieben werden. Hierzu fordern die Gruppen konkret ein Kohleausstiegsgesetz. Zudem richten sie sich gegen staatliche Subventionen für die extrem klimaschädlichen Kohlekraftwerke. Wer auf internationaler Bühne den Klimaschutz predigt, muss zuhause die Energiewende voran bringen, sonst wird die Klimakonferenz in Paris wieder nur ein weiteres Spektakel hohler Phrasen.

Viel Zeit bleibt nicht mehr. Dem im Jahr 2014 veröffentlichten IPCC Bericht zufolge kann das Zwei-Grad Ziel nur eingehalten werden, wenn wir von nun an den CO2 Ausstoß auf weniger als 1000 Gigatonnen CO2 Äquivalente begrenzen. Bei unseren derzeitigen Emmissionen werden wir ab dem Jahr 2040 unser gesamtes Budget aufgebraucht haben.

Weiterführende Links

IPCC Bericht zum Klimawandel 2014
Klimawandel verstehen - deutsche Webseite, die Klimawandel erklärt
Matthias Braschler & Monika Fischer: Schicksale des Klimawandels
Manuel Bauer dokumentiert: Sam Dzong – Ein Dorf zieht um
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2015: ab dem 13. August lebte die Welt auf Pump, Biokapazität überschritten
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