„Wir haben es satt“

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Etwa 600 Menschen forderten am 20.1.2018 in Tübingen auf einer Demonstration lautstark einen radikalen Wandel der Agrarpolitik. Die Demo fand zeitgleich zu der Großdemonstration „Wir haben es satt!“ mit Zigtausenden in Berlin statt, welche seit 2011 jährlich anlässlich der weltgrößten Agrarmesse „Grüne Woche“ veranstaltet wird. Organisator ist das Netzwerk „Wir haben es satt!“, bestehend aus etwa 50 Trägerorganisationen und vielen Förderern und Förderinnen. Die Demonstrant*innen gingen gemeinsam auf die Straße - für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, gesundes Essen, artgerechte Tierhaltung, globale Bauernrechte und einen gerechten Welthandel.  

 

Denn Essen müssen alle Lebewesen; Pflanze, Mensch und jedes andere Tier. Seit Tausenden von Jahren versuchen die Menschen sich die Welt, in der sie leben, untertan zu machen und ihren Interessen anzupassen, anstatt das Wohlergehen der Natur vornan zu stellen. Inzwischen sind großflächig Böden ausgelaugt - durch Monokulturen, Pestizid- und Insektizideinsatz, Übernutzung und Überdüngung. Täglich werden unzählige Schweine, Hühner und Kühe für den Genuss der Menschen eingepfercht, gequält, ausgebeutet und unter lebensverachtenden Bedingungen geschlachtet. In übertriebenem Maße wird in natürliche Kreisläufe, Landschaften und Gegebenheiten eingegriffen und riesige Konzerne versuchen, Profit aus Missbrauch und Ausbeutung der Natur zu schlagen. Gentechnisch veränderte Pflanzen kommen in unseren Futtermitteln in großem Maßstab zum Einsatz. Das darf so nicht weiter gehen!

 

Um dem ein Ende zu setzen, klapperte, muhte, brüllte, trampelte und trommelte sich die Tübinger Demo, angeführt von einem Traktor ab dem Marktplatz in einer großen Runde durch die Innenstadt. Vertreten waren einige Organisationen, unter anderem BUND, Greenpeace, verschiedene Bauernverbände, Imker*innen, SoLaWi sowie Rhythms of Resistance. Außerdem eine Kuh-Brigade, zahlreiche Imkerhüte, dreckige Gummistiefel, Kinder, Jugendliche, Studenten, Erwachsene und alte Menschen: ein bunter Haufen also, der den ganzen Scheiß einfach satt hat - das Bienensterben, die Massentierhaltung, die Gentechnik, das Glyphosat und Kapitalriesen wie Bayer und Monsanto! Menschen, die Alternativen ausprobieren, leben oder zumindest befürworten. Die wissen, dass es auch anders geht. Solidarisch, vegan, vegetarisch, kreativ, mutig, unkonventionell, ökologisch, fair, verantwortungsvoll und ohne Ausbeutung!

 

Die jährliche "Wir haben es satt" Bewegung zeigt: Eine Landwirtschaft, welche sich an den Interessen von Mensch, Tier und Natur orientiert, statt die Profitgier von Konzernen zu bedienen, ist dringend nötig - sie ist möglich und von einer breiten Basis gewollt!!

 

weitere Presseartikel zur Veranstaltung in Tübingen:
http://www.gentechnikfrei21.de/nachrichten/737-wir-haben-es-satt-viele-empoeren-sich-in-tuebingen
https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Auch-in-Tuebingen-wurde-fuer-eine-Agrarwende-demonstriert-360936.html

"Wir haben es Satt" -  Berlin:
https://www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft/geht-doch
https://www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft

 

 

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