Planet Earth First

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Bannermalen für G20 Protestwelle

Am Samstag, den 17. Juni, nahmen wir an einem bundesweiten Aktionstag teil und haben in Reutlingen gemeinsam mit Reutlinger Bürgerinnen Banner gestaltet, die auf der Großdemonstration am 2. Juli anlässlich des G20 Gipfels in Hamburg als Teil eines Bannermeeres präsentiert werden. Ähnliche Aktionen fanden in über 50 Städten in ganz Deutschland statt. In der Nacht zuvor veranstaltete Greenpeace ein Klavierkonzert auf der Elbe und projizierte "Planet Earth First" an die Fassade der Elbphilharmonie.

Den Reutlingern liegt der Erhalt unserer Umwelt sehr am Herzen. Ein Auszug aus ihrem Forderungskatalog an die G20:

  1. Konsequente Umsetzung des Pariser Klimaabkommens
  2. Schutz der Meere
  3. Fairer Handel statt billige Deals
  4. Eine echte Mobilitätswende mit bezahlbaren öffentlichen Verkehrsmitteln
  5. Globale Lösung des Plastikmüllproblems
  6. Internationale Solidarität bei der Lösung von Umweltproblemen
  7. Schutz der Wälder
  8. Anerkennung der Rechte aller Lebewesen
  9. Globaler Ausstieg aus den fossilen Energien
  10. Eine Politik, die Frieden als höchstes Gut und oberstes Prinzip anerkennt.

Nur wenige Tage ist es her, dass Präsident Trump die Teilnahme der USA am Pariser Klimaabkommen aufgekündigt hat. Weltweit regt sich der Widerstand gegen diese Entscheidung, die einer Bankrotterklärung der internationalen Klimapolitik gleichkommen würde. Die Reutlinger Bürger*innen, mit denen wir sprachen, waren sich einig: Die Hauptverursacher für den menschengemachten Klimawandel müssen endlich Verantwortung übernehmen. Nach Ansicht der UN und nahezu aller Klimaforscher stellt der Klimawandel eine der größten Gefahren für den Planeten dar und nur globale, sofortige Maßnahmen können die Erwärmung unter 1,5° Celsius halten. Aus diesem Grund setzt ein breites Aktionsbündnis bestehend aus fünfzehn Organisationen, darunter Greenpeace, eine Protestwelle unter dem Motto Planet Earth First in Gang. Gefordert wird schlicht ein Politikwechsel, bei dem die Globalisierung im Sinne der Bürger gestaltet wird.

Zigtausende Demonstranten werden in Hamburg auf der Straße und bei einer Bootsdemo ein Zeichen setzen, dass die Menschen genug haben von einer Politik, für die ein schneller Deal mehr wert ist als die Zukunft unseres Planeten. Und weil nicht jeder aus Süddeutschland zur Demo fahren kann, schicken wir unsere Forderungen auf einem Banner hin. Mit unserer Aktion wollen wir die Reutlinger Bürgerinnen und Bürger dazu einladen, ihre Forderungen gegenüber der internationalen Politik klar zum Ausdruck zu bringen.

Auch Deutschland bleibt hinter Klimazielen zurück

Der Ausstieg der USA aus dem Abkommen ist nicht der einzige Grund zu großer Sorge. Auch Deutschland droht hinter seinen Klimazielen zurückzubleiben. So stiegen nach offiziellen Statistiken im vergangenen Jahr die CO2 Emissionen gegenüber dem Vorjahr erstmals wieder an. Die deutsche Energiewende wird durch massive Stromgewinnung aus Kohle ausgebremst. Insbesondere die besonders dreckige Braunkohle, von der Deutschland so viel verbrennt wie kaum ein anderes Land, ist Gift fürs Klima. Angela Merkel als Präsidentin der G20 kann nur dann als glaubhaftes Vorbild von anderen Staaten etwas fordern, wenn Deutschland die Energiewende glaubhaft vorlebt. Die reale deutsche Energiepolitik geht allerdings in eine ganz andere Richtung.

Social Media Aktion

Neben der Banneraktion ist eine Social Media Aktion geplant, bei der Fotos und Twitterbeiträge aus Reutlingen mit Beiträgen aus der ganzen Welt zu einer digitalen Protestwelle heran wachsen sollen. Mehr unter #G20Protestwelle und auf unserer Twitterseite.

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Deutschlandweite Bannermalaktionen
Greenpeace: Planet Earth First
Greenpeace: Grenzen des Wachstums